Beratung

Düngeempfehlung

Ausgangssituation

  • üppige bis zum Teil überwachsene Rapsbestände
  • Wintergetreide gut entwickelt und bestockt bis zum Teil ebenfalls überwachsen
  • niedrige bis normale Nmin-Gehalte im Boden
  • Vegetationsruhe an der Grenze zu Wachstum erst seit Ende November
  • ausgeprägt schlechte Winterhärte
  • Bodenwasservorräte gut aufgefüllt


Raps und Wintergerste konnten im Herbst in der Regel normale bis üppig entwickelte Bestände aufbauen. Auch Winterweizen konnte sich gut entwickeln und bestocken.

Durch gute Mineralisierungsbedingungen konnte organisch gebundener Stickstoff in hohem Maß schon im Herbst freigesetzt und von den stets wachsenden Beständen aufgenommen werden. Das Wurzelsystem ist auf Grund der ausgeglichenen Feuchtigkeit gut entwickelt. Ausnahme sind Gebiete mit geringer Feuchte in tieferen Bodenschichten und daraus resultierendem unzureichenden Wurzeltiefgang. Die pflanzenverfügbaren N- und S- Mengen zu Vegetationsbeginn werden auf Grund der hohen Entzüge der Vorjahresernte und der intensiven Nährstoffaufnahme im Herbst gering sein.

N-Düngeempfehlung auf einen Blick

Winterraps

In Abhängigkeit von Witterung und Befahrbarkeit sowie unter Beachtung der Vorgaben der Düngeverordnung kann mit  

  • N-stabilisierten Düngern schon ab Anfang Februar
  • traditionellen N-Düngern frühestens ab Anfang März

 

gedüngt werden. Besonders die sehr zeitigen Düngungstermine ab Anfang Februar mit ALZON® flüssig-S 25/6 oder den POWER-Düngermischungen aus ALZON® 46 bzw. ALZON® M-plus mit PIAMON® 33-S als zusammengefasste Einmalgabe haben sich als sehr vorteilhaft und ertragsstark erwiesen.

Wintergetreide

N-stabilisierte Dünger können sofort nach Raps schon vor, aber auch erst zu Vegetationsbeginn ausgebracht werden. Dieser längere Zeitraum ermöglicht die bessere Ausnutzung guter Befahrbarkeitsbedingungen. Bis 150 kg N/ha kann die Düngung in einer Gabe, bei höheren N-Mengen und generell zu Qualitätsweizen sollte sie in zwei Gaben erfolgen. Bei geteilter N-Gabe ist es empfehlenswert die erste N-Gabe bei 40 % bis 50 % der vorgesehenen Gesamt-N-Menge einzustellen, um die Bestockung nicht noch zusätzlich zu fördern. 80 kg N/ha sollten dabei jedoch nicht unterschritten werden. Zu beachten ist, dass Schwefel die Bestockung noch zusätzlich fördert.

Bei der Anwendung traditioneller Dünger wird unter Berücksichtigung des Entwicklungszustandes die erste N-Gabe ab Vegetationsbeginn (VB) mit den normalen bedarfsgerechten
N-Mengen empfohlen.

Schwefel bedarfsgerecht düngen

Die weitere Verarmung der Böden durch fehlende Einträge über die Luft und die hohen Schwefel (S)-Entzüge des letzten Jahres dürften das S-Defizit in den Böden weiter verschärft haben. In Abhängigkeit vom Standort und den Witterungsbedingungen könnte S-Mangel deshalb auch 2015 insbesondere auf leichteren Böden wieder verstärkt auftreten. Zu Winterraps sollte deshalb die Verabreichung einer ausreichenden S-Düngung (30–50 kg S/ha) zusammen mit der N-Gabe Standard sein. Zu Wintergetreide kann Schwefel zur ersten N-Gabe mit einer Menge von 10–25 kg S/ha verabreicht werden. Da Schwefel die Bestockung zusätzlich fördert, sollte die S-Düngung stark bestockter Bestände etwas verzögert (spätestens jedoch zur zweiten N-Gabe) erfolgen. Die Düngung mit den S-haltigen Flüssigdüngern ALZON® flüssig-S 25/6 sowie PIASAN®-S 25/6 oder mit N-stabilisierten POWER-Düngermischungen aus ALZON® 46 bzw. ALZON® M-plus und PIAMON® 33-S ermöglichen eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung sowohl in Raps als auch in Wintergetreide.

ALZON® + Sensortechnik verstehen sich

Mehrjährige Praxisuntersuchungen und Ergebnisse aus Feldversuchen bestätigen erneut, dass ALZON® in Kombination mit Sensortechnik zur teilflächenspezifischen N-Düngung gut geeignet ist. Die erste N-Gabe mit einem N-stabilisierten Düngemittel wirkt ohnehin schon bestandesausgleichend. Unabhängig vom Sensortyp empfiehlt sich für die zweite und abschließende Gabe mit ALZON®-Düngemitteln die ertragsabhängige Regelfunktion. Teilflächen mit höherer Ertragserwartung erhalten eine höhere, schwächere Bestände mit geringerer Ertragserwartung eine verminderte N-Menge.

PIADIN® zu Gärrückständen und Gülle

Unter Beachtung der Düngeverordnung besteht ab dem 1. Februar die Möglichkeit der Ausbringung von Gülle und Gärrückständen. Das Ammoniakverlustrisiko unter den meist feucht-kühlen Bedingungen ist gering. Der zeitliche Abstand zwischen frühen Ausbringungsterminen und dem Haupt-N-Bedarf der Pflanzen (Mais erst im Mai/Juni) ist jedoch groß und hat ein hohes Verlustrisiko aus der Nitratform zu Folge. Da PIADIN® die Umwandlung von Ammonium- zu Nitrat-N verlangsamt, kann dieses Risiko erheblich verringert werden.

Versuchsergebnisse zeigen beispielsweise bei Mais Ertragssteigerungen und höhere N-Entzüge durch PIADIN® von durchschnittlich 10 %. Die N-Effizienz lässt sich durch die PIADIN®-Anwendung im Strip-Till-Verfahren noch weiter verbessern. In Abhängigkeit vom Anwendungszeitpunkt und der Kulturart sind bei flächiger Anwendung 5–7 l/ha PIADIN® notwendig. Ausschließlich bei Strip-Till-Ausbringung kann die Aufwandmenge auf 3–4 l/ha reduziert werden. Bitte informieren Sie sich über die konkreten Anwendungsmengen bei unserem Außendienst, im Prospektmaterial oder unter www.duengerfuchs.de.

Düngerfuchs

Neue Online-Plattform:

Der Düngerfuchs gibt den Anwendern unserer Düngemittel aktuelle Informationen zur Stickstoff- und Schwefeldüngung mit auf den Weg.

Die Webseite steht unter dem Motto "Innovative Pflanzenernährung" und ist speziell auf die Beratung von Landwirten und Händlern zugeschnitten.

www.duengerfuchs.de

Düngermittelrechner

Neue App: Mobil APPlizieren mit dem Düngemittelrechner

Mit dem "Düngemittelrechner" der SKW Piesteritz haben Sie einen praktischen und mobilen Begleiter für die Stickstoff- und Schwefeldüngung. Mit der App lässt sich die genaue Ausbringungsmenge der Düngemittelprodukte der SKW Piesteritz bestimmen. Dazu geben Sie ein, wie viele Kilogramm Stickstoff Sie pro Hektar auf Ihr Feld ausbringen möchten und erhalten sofort das Ergebnis in dt/ha bzw. l/ha. Für schwefelhaltige Düngemittel wird Ihnen automatisch auch der Schwefelanteil in kg S/ha angezeigt. Zu jedem Produkt sind zusätzlich detaillierte Informationen zu Wirkprinzip, Anwendung, Transport und Lagerung abrufbar. Mit der App können Sie außerdem die wöchentlichen „Tipps vom Düngerfuchs“ verfolgen. Tauchen Fragen auf, ermöglicht die Anwendung den direkten Kontakt zum Außendienstberater der SKW Piesteritz Ihrer Region per Telefon oder E-Mail.

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