Unser Ziel ist die Entwicklung von Düngemittelspezialitäten, die sowohl aktuellen aber auch den zukünftigen Anforderungen an die Landwirtschaft und den Gartenbau gerecht werden. Dazu zählen wir gegenwärtig vor allem:
Hans-Joachim.Niclas@skwp.de
Carola.Schuster@skwp.de
Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Suche nach neuen Wirkstoffen, die in der Lage sind, umweltbelastende Stickstoffverluste zu minimieren. Dabei geht es um die Verminderung des Risikos der Nitratauswaschung sowie die Reduzierung der Emission klimarelevanter Gase. Minimierung der N-Verluste bedeutet gleichzeitig eine bessere N-Ausnutzung durch die Pflanzen und damit höhere Erträge sowie bessere Wirtschaftlichkeit für den Anwender. Auf der Grundlage umfangreicher Synthesearbeiten in der SKW Piesteritz werden neue Verbindungen hergestellt, die hinsichtlich ihrer potentiellen Wirkung auf diese Prozesse zunächst im Labor in spezifischen Screening-Verfahren geprüft werden. Besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung hoch effizienter Nitrifikationsinhibitoren für mineralische und organische Dünger.

In Labors erfolgt die Prüfung neuer Wirkstoffe in leistungsfähigen spezifischen Testsystemen zur Auffindung von hoch wirksamen Nitrifikationshemmern. Nach modernen Prüfverfahren werden im Bodenmodelltest die Verbindungen hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Hemmung der mikrobiellen Oxidation von reduziertem Stickstoff (carbamid- bzw. ammoniumhaltige N-Dünger) getestet. Neben der Selektion aussichtsreicher Wirkstoffe werden ökotoxikologische Untersuchungen wie z. B. Leaching-Verhalten, Nitrifikationsaktivität, Rückstandsverhalten in Boden und Pflanze durchgeführt. Im Gewächshaus erfolgt in Mitscherlichgefäßen die Prüfung der im Modelltest selektierten Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen. Die Untersuchungen konzentrieren sich vor allem auf die Ermittlung folgender Kriterien:
Für die Forschungsarbeiten im Labor und Gewächshaus steht eine moderne Analytik zur Bestimmung der Stickstoff- und Schwefeldynamik sowie zur Düngemittel- und Wirkstoffcharakterisierung zur Verfügung.
Entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung N-stabilisierter Düngemittel ist, dass sie eine Gefährdung von Mensch, Tier und Umwelt ausschließen. Damit befinden wir uns in Übereinstimmung mit den Forderungen des Düngemittelrechts an alle Produkte. Die toxikologische und ökotoxikologische Unbedenklichkeit sowie das Umweltverhalten der Produkte sind gegenüber dem wissenschaftlichen Beirat für Düngungsfragen des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft als zuständige Zulassungsbehörde durch zahlreiche Studien zu belegen.
Anwendungstechnische Untersuchungen und Entwicklung von Düngungssystemen hinsichtlich der Wirkungen auf Ertrag, N-Ausnutzung, Verlustminderung und Wirtschaftlichkeit.
Feldversuche zur Erarbeitung von Anwendungsempfehlungen für die Düngemittelanwendung...
Nach gründlicher Erprobung erfolgen Praxisver-
suche entweder bei Partnern oder auf der eigenen landwirtschaftlichen Nutzfläche von 142 ha.
Erst am Ende dieser Entwicklung steht das Produkt, das dem Landwirt bei fachgerechter Anwendung hohe Erträge in einer guten Qualität bei hoher Wirtschaftlichkeit sichert. Unterstützt wird dies durch entsprechende Anwendungsempfehlungen der SKW. Unsere Kunden und Partner wissen zudem, dass wir mit dem jeweiligen Produkt zugleich hohe Umweltverträglichkeit garantieren.