13.04.2006
Mais und Zuckerrüben haben eine ausgesprochen langsame Jugendentwicklung. Erst im Juni, also ca. 60 Tage nach der Saat, setzt mit dem Massenwachstum ein höherer N-Bedarf ein. Um hohe Erträge und Qualitäten zu erreichen, ist es notwendig, dass der Stickstoff in der Krume, also im Wurzelbereich der Pflanze zur Verfügung steht und zwischenzeitlich nicht verlagert wurde. Befindet sich der Stickstoff erst einmal in tieferen Bodenschichten, führt dies bei Zuckerrüben zu einem 2. Wachstumsschub ab September. In der Folge leidet die Qualität und der Zuckerertrag geht zurück. Bei Mais besteht auf Grund des wenig ausgeprägten Wurzelsystems die Gefahr, dass der Stickstoff nicht mehr erreicht wird und verlustig geht. Mindererträge wären die Folge.
Eine ammoniumbetonte Pflanzenernährung überwiegt bei PIAGRAN® 46, PIASAN® 28, PIASAN® 24-S und PIAMON® 33-S in den ersten 20 bis 30 Tagen und hält bei ALZON® länger als 60 Tage an. Der Stickstoff steht in Abhängigkeit von der Gabenteilung dem Mais und Zuckerrüben zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung. Die gleichmäßige und harmonische Nährstoffbereitstellung der ammoniumbetonten Stickstoffdüngung sichert hohe Erträge bei guter Ausreife und Zucker- bzw. Trockensubstanzbildung. Da Ammoniumstickstoff nicht der Verlagerung unterliegt (Bindung an die Bodenteilchen), wird die N-Ausnutzung durch Vermeidung von N-Verlusten verbessert. Die bevorzugte Ammoniumernährung, insbesondere bei ALZON®, fördert außerdem die Wurzelbildung und die Löslichkeit von Phosphaten und Spurenelementen. Damit wird die Ertragsleistung zusätzlich abgesichert.
Auch bei PIAGRAN® 46, PIASAN® 28, PIASAN® 24-S und PIAMON® 33-S profitieren Mais und Zuckerrüben von der Anfangs ammoniumbetonten Pflanzenernährung. Da trotzdem die Umsetzungsprozesse zum Nitrat ablaufen, sollte der Stickstoff jedoch besser in 2 Gaben aufgeteilt werden. Die Betonung liegt auf der 1. N-Gabe zur Saat , 40 bis 60 kg N/ha sollten in einer 2. Gabe verabreicht werden. Bei Mais empfehlen wir dafür PIAGRAN® 46 oder PIAMON® 33-S.
ALZON® kann in einer zusammengefassten Gabe kurz vor oder nach der Saat verabreicht werden. Der stabilisierte Stickstoff ist bei Niederschlägen nach der Düngung vor N-Verlagerung geschützt. Bei Trockenheit steht er den Pflanzen jedoch bedarfsgerecht zur Verfügung, da er sich bereits im Wurzelbereich befindet. Ätzschäden, wie sie bei Nachdüngungen besonders in Mais auftreten können werden vermieden. Die bessere N-Ausnutzung N-stabilisierter Dünger macht Düngereinsparungen von 10-20% möglich. (Im Zweifelsfall fragen Sie unseren Außendienst oder rufen Sie einfach an.)
Mit PIADIN®, dem Stickstoffstabilisator für organische Düngemittel können sie die N-Effizienz der Gülle deutlich (im Mais ca. 15%) steigern. Die Vorteile der ammoniumbetonten Pflanzenernährung können so auch mit organischen Düngern besonders zu Mais genutzt werden. Mineraldünger für die Nachdüngung kann wirkungsvoll eingespart werden oder auch den gesamten N-Bedarf mit Gülle abgedeckt werden, ohne dass die Gefahr von Nitratverlusten besteht.
Wir empfehlen: 5 l/ha PIADIN® unabhängig von der Güllemenge oder –art vor der Maissaat.
Sie können auch mit ALZON® (Mindestmenge 80 kg/ha N) den Stickstoff aus der Gülle stabilisieren, wenn Gülle und ALZON® zeitnah ausgebracht wird. Der Wirkung des N-Stabilisators aus dem ALZON® erstreckt sich dann gleichzeitig auf den Stickstoff aus der Gülle.