DeutschPresseArchiv 200628.04.2006 Empfehlung für die 2. und 3. N-Gabe in Wintergetreide

Empfehlung für die 2. und 3. N-Gabe in Wintergetreide

28.04.2006

Bei ALZON-Düngung Schosser- und Spätgabe zusammenfassen

Bauernregel:
„April – mehr Regen als Sonnenschein, dann wird’s im Juni trocken sein“
Mit anderen Worten, da der April viel bedecktes Wetter und häufig Regen zu bieten hatte, ist es nach dieser Bauernregel wahrscheinlich, das es im Juni wenig regnen wird. Besonders die Bundesländer östlich von Harz und Thüringer Wald kennen dies zur genüge. Sorgenvoll sind dann die Blicke an den Himmel gerichtet, um die Spätgabe in Winterweizen durch Niederschlag in den Wurzelbereich zu bringen. Die folgenden Ausführungen sollen Ihnen bei der richtigen Entscheidung behilflich sein und zeigen, wie mit einer vorgezogenen und zusammengefassten Schosser- und Spätgabe der Stickstoff sicherer zur Wirkung kommt.

N-Nachlieferung aus dem Boden kommt schleppend in Gang - bei der 2. N-Gabe nicht sparen

Die gute Mineralisation und die hohe N-Aufnahme der Pflanzen im Herbst sowie der lange Winter haben zur Folge, dass die N-Nachlieferung von Stickstoff aus dem Boden und aus Pflanzenrückständen erst Ende Mai/Anfang Juni richtig in Gang kommen wird. Deshalb sollte bei der 2. N-Gabe nicht gespart werden. Ausreichende Niederschläge im April und verhaltene Temperaturen ließen N-Mangel bisher kaum in Erscheinung treten. Setzt jetzt im Mai das Hauptwachstum mit dem Schossen ein, wird sich schnell zeigen, wo Stickstoff fehlt. Für die 2. N-Gabe sind alle unsere traditionellen Düngemittel wie PIASAN 28 sowie PIAGRAN 46 und dort wo Schwefel fehlt PIASAN 24-S oder PIAMON 33-S gleichermaßen gut geeignet. Bei den beiden Flüssigdüngern PIASAN 28 und PIASAN 24-S bieten sich auch kombinierte Anwendungen mit Wachstumsreglern wie CCC oder Moddus an. Beachten Sie dabei die Anwendungshinweise des Herstellers.

Mit ALZON- Düngern Schosser- und Spätgabe zusammenfassen

Ein Zusammenfassung beider Gaben bietet sich insbesondere bei Winterweizen an. Die Düngungshöhe richtet sich nach der bisherigen Düngung und sollte sich an der Ertragserwartung orientieren. Die verbleibende N-Menge kann beginnend ab BBCH 32 bis 37 in einer zusammengefassten Gabe erfolgen.

  • Qualitätsweizen bei N-stabilisierter Düngung in 2 Gaben
    • 1. Gabe 80-120 kg N/ha (50-60% der Gesamtmenge - VB)
    • 2. Gabe 80-120 kg N/ha (40-50% der Gesamtmenge - ES 32-37)

Die zusammengefasste Gabe sollte spätestens zu dem Zeitpunkt erfolgen, wenn im Bestand erste N-Mangelsymptome sichtbar werden, jedoch auch nicht später als BBCH 37 (max. 39). Das N-stabilisierte Düngungssystem erweist sich dabei als sehr flexibel und gleichzeitig sicher, da die Wahrscheinlichkeit, dass der Dünger mit Niederschlägen in Wurzelraum gelangt wesentlich höher ist, als bei üblichen Spätgaben. Die Wirkungsweise garantiert eine ausreichende und ausgeglichene N-Versorgung in der Einlagerungsphase in das Korn. Die Versuchsergebnisse des Jahres 2005 mit einem trockenen Juni zeigen in anschaulicher Art und Weise die Vorteile des stabilisierten Düngungssystems.

Tabelle 1: Einfluss von ALZON 46 im Vergleich zu KAS auf den Kornertrag und Rohproteingehalt bei gleichzeitiger Einsparung einer N-Gabe

Landwirtschaftliche Anwendungsforschung Cunnersdorf 2005 Winterweizen, Sorte „Tommi“

Düngemittel VB* ES32* ES37* ES49/51* Kornertrag (dt/ha) Rohprotein (%)
KAS 60 80 - 60 111,0 12,5
ALZON 46 80 - 120 - 111,1 13,5
ALZON 46 100 - 100 - 112,3 13,3
ALZON 46 120 - 80 - 111,0 13,6

*N-Düngermenge (kg/ha N)
ES = Entwicklungsstadium nach BBCH

Da die N-Bilanz im Versuch negativ war, kann davon ausgegangen werden, dass bei höherem Düngereinsatz noch bessere Rohproteinwerte möglich sind. 100 dt/ha Weizen mit 14,5% RP sind mit dem stabilisierten Düngungssystem gut möglich.
Sollte die Ertragserwartung die kalkulierte Höhe überschreiten und die vorgelegte N-Menge nicht mehr ausreichen, ist auch im N-stabilisierten Düngungssystem eine weitere N-Gabe mit einem nicht stabilisierten Dünger wie beispielsweise PIAMON 33-S möglich und notwendig.

PIAMON 33-S zur Spätgabe sichert hohe Rohproteingehalte

Besonders zur Eiweißbildung und -einlagerung in das Korn muss der Pflanzenernährung mit Schwefel gemeinsam mit Stickstoff verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Da Schwefel, im Gegensatz zu Stickstoff, in der Pflanze nur eingeschränkt umverlagert werden kann, kommt einer späten ausreichenden S-Versorgung eine hohe Bedeutung zu. Die bis 2005 weiter stark abgesunkenen Bodenvorräte und die unter 10 kg S/ha im Jahr zurückgegangenen Einträge aus der Luft erfordern nicht nur eine Düngung mit Schwefel zu Vegetationsbeginn sondern auch bei hohem N-Bedarf zum Schossen und während der Einlagerungsphase in das Korn. Sowohl der Rohproteingehalt als auch der Sedimentationswert können durch eine ausgewogene Düngung mit beiden Nährstoffen erhöht werden.

Tabelle 2: Anwendung von PIAMON® 33-S zur Schosser- und Qualitätsspätdüngung in Winterweizen

Mittel aus 21 Versuchen 1999-2002

Düngemittel zur Spätdüngung Kornertrag* Rohprotein* Sedimentationswert*
KAS 100 100 100
KAS (83,8 dt/ha) (14,7%) (56)
PIAMON® 33-S 101 102 103

*relativ

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