DeutschPresseArchiv 2006Empfehlung zu N-Düngung von Winterraps und Wintergetreide unter den Bedingungen des späten Frühjahrs 2006

Empfehlung zu N-Düngung von Winterraps und Wintergetreide unter den Bedingungen des späten Frühjahrs 2006

24.03.2006

Bauernregel: „Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen“

Mit anderen Worten, wenn der März kalt und schneereich war, ist das nichts ungewöhnliches und hohe Ertragsleistungen sind immer noch möglich. Trotzdem macht sich etwas Verunsicherung breit, wie die N-Düngung gestaltet werden soll. Die folgenden Ausführungen sollen Ihnen bei der richtigen Entscheidung behilflich sein.

Spätes Frühjahr erfordert nur eine terminliche Anpassung der N-Düngung nicht jedoch andere Düngungssysteme

Die Situation 2006 stellt sich vergleichbar zu 1996 dar. Die Pflanzen befinden sich seit Mitte November in absoluter Vegetationsruhe. Es werden also im Feld Pflanzen vorgefunden, wie auch in Normaljahren zu Vegetationsbeginn. Deshalb erfolgt zwar zwangsläufig eine verspätete N-Düngung, die Düngungshöhe und die Düngungssysteme können jedoch unverändert bleiben.

Keine Unterschiede zwischen den N-Formen KAS, Harnstoff und AHL

Die Erfahrungen und Ergebnisse von 1996 zeigen, dass trotz der verspäteten Düngung unter schwierigen Bedingungen (z.T. hochgefrorene Pflanzen) die N-Form keinen Einfluss auf den Ertrag hatte. Von Gabenzusammenlegungen bei Anwendung unserer traditionellen Düngemittel PIASAN 28, PIASAN 24-S, PIAGRAN 46 und PIAMON 33-S raten wir jedoch dringend ab, da dies zu Ertragsminderungen führen kann, wie die Ergebnisse von 1996 ebenfalls zeigen. Um einen optimalen Start zu gewährleisten und, um unnötige Reduzierungen der Ertragsanlagen zu vermeiden, empfehlen wir unter Berücksichtigung der Nmin-Gehalte für die 1. N-Gabe folgende Düngermengen:

  • Winterraps 80-120 kg N/ha
  • Wintergetreide 60-80 kg N/ha

Im Zusammenhang mit jüngsten Untersuchungen sei nochmals darauf verwiesen, dass bei Anwendung der Flüssigdünger PIASAN 28 und PIASAN 24-S eine hohe Andüngung (60-80 kg N/ha) erfolgen sollte, um von Vegetationsbeginn an eine optimale N-Versorgung zur Erzielung hoher Erträge sicherzustellen.

Vorteile der N-stabilisierten Düngung bleiben erhalten

Auch hier bestätigt sich, dass die Pflanzenentwicklung und nicht der Kalendertag für den Erfolg der Düngungsmaßnahme entscheidend ist. Die Vorteile der N-stabilisierten ALZON-Dünger können bei Pflanzenbeständen, die sich noch in der Winterruhe befinden bzw. bei denen das Wachstum gerade einsetzt ebenso genutzt werden wie in Normaljahren. Gaben können wie üblich zusammengefasst und Mehrerträge erzielt werden. Da die Pflanzen den Stickstoff in der Ammoniumform gleich gut wie Nitrat nutzen können, besteht auch keine Gefahr, dass Wachstumsverzögerungen auftreten. Die an den Bedarf angepasste N-Aufnahme sorgt stets für eine optimale N-Versorgung der Pflanzen und ein ausgeglichenes sowie ertragsorientiertes Wachstum.

Gelegentlich wird von Ergebnissen aus Rapsversuchen bei verspäteter N-stabilisierter Düngung berichtet, die nicht die üblichen hohen Ertragserwartungen erfüllt haben. Bei diesen Düngungen wurde die N-Gabe bewusst 2 bis 4 Wochen nach Vegetationsbeginn gelegt. Diese Ergebnisse sind deshalb nicht auf die Bedingungen des Jahres 2006 übertragbar. Wenn Sie also 2006 frühe Düngungstermine nach Einsetzen frühlingshafter Witterung nutzen, sind derartige Bedenken unbegründet.

Unter Berücksichtigung der Nmin-Gehalte empfehlen wir für die ALZON-Düngung folgende Vorgehensweise:

  • Winterraps 140-240 kg N/ha - gesamte Düngermenge in einer Gabe
  • Wintergetreide bis 160 kg N/ha - gesamte Düngermenge in einer Gabe
    > 160 kg N/ha - sowohl in einer Gabe als auch mit Gabenteilung möglich (1. Gabe 60%, 2. Gabe 40%)
  • Qualitätsweizen generell 2 Gaben
    1. Gabe 80-120 kg N/ha (50-60% der Gesamtmenge)
    2. Gabe 80-120 kg N/ha (40-50% der Gesamtmenge)

Güllelager wirkungsvoll entlasten und den Güllestickstoff effizient nutzen

Der lange Winter hat zu randvollen Güllelagern geführt, die schnellstmöglich entlastet werden müssen. Außerdem soll die Gülle möglichst effizient eingesetzt werden. Besonders bei der Ausbringung größerer Güllemengen in einer Gabe und bei spät einsetzendem N-Bedarf der Kultur (z.B. Mais) empfiehlt sich deshalb die Anwendung von PIADIN. Durch die N-Stabilisierung wird die N-Effizienz der Gülle bis zu 15% verbessert. So können Sie wirkungsvoll Mineraldünger bei der Nachdüngung einsparen oder auch den gesamten N-Bedarf der Kultur mit Gülle abdecken ohne dass die Gefahr von Nitratverlusten besteht. Wir empfehlen für Mais ab April 5 l/ha und in Getreide 4 bis 5 l/ha PIADIN.

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Ihr Ansprechpartner

Michael Fuchs

Tel.: +49 (0)34291/802 09
Fax: +49 (0)34291/802 04
Michael.Fuchs@skwp.de

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