SKW Piesteritz unterstützt Wasserstoffhochlauf

Auf dem Weg zur Klimaneutralität steigt der Wasserstoffbedarf Deutschlands deutlich. Dieser hohe Bedarf kann nur durch zusätzliche Importe gedeckt werden. Aus Praktikabilitätsgründen wird Wasserstoff in Form von Ammoniak importiert und anschließend in sogenannten Crackern zurück verwandelt. SKW Piesteritz und Uniper haben zur Unterstützung dieser nationalen Herausforderung eine Abnahmevereinbarung für Ammoniak geschlossen.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität steigt der Wasserstoffbedarf Deutschlands deutlich. Dieser hohe Bedarf kann nur durch zusätzliche Importe gedeckt werden. Aus Praktikabilitätsgründen wird Wasserstoff in Form von Ammoniak importiert und anschließend in sogenannten Crackern zurück verwandelt. SKW Piesteritz und Uniper haben zur Unterstützung dieser nationalen Herausforderung eine Abnahmevereinbarung für Ammoniak geschlossen. Deutschlands größter Ammoniakproduzent beliefert demnach ab 2027 den Energieversorger, der am Standort Gelsenkirchen-Scholven, Nordrhein-Westfalen, eine Demonstrationsanlage zur Wasserstofferzeugung aus Ammoniak aufbaut. Dieser industrielle Ammoniak-Cracker ist weltweit die erste Anlage ihrer Art und potentiell Schlüsseltechnologie für den globalen Wasserstoffhandel. In dem Cracker wird Ammoniak bei hoher Temperatur katalytisch in seine Bestandteile Wasserstoff und Stickstoff zerlegt und anschließend in einer Aufreinigung reiner Wasserstoff er-zeugt. Vor dem Hintergrund geplanter Großimporte nachhaltig produzierten Ammoniaks unterstützt SKW Piesteritz Uniper ausdrücklich dabei, die Energiewende voranzubringen und der Industrie den für ihre nachhaltige Transformation bedeutsamen Wasserstoff in ausreichenden Mengen zur Verfügung zu stellen.

„SKW Piesteritz ist bereits heute größter Wasserstoffproduzent Deutschlands. Mit unserem Know-how und zuverlässigen Lieferketten unterstützen wir Uniper bei der Umsetzung ihrer Transformationspläne und stärken zugleich die nationale Grundstoffchemie. Gemeinsam leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft und für die Zukunftsfähigkeit energieintensiver Industrien in Deutschland“, so Carsten Franzke, Geschäftsführer SKW Piesteritz.

Die Vereinbarung zwischen SKW Piesteritz und Uniper ist ein erster Meilenstein in der zukunftsweisenden Zusammenarbeit beider Unternehmen. 2024 wurde in einer gemein-samen Absichtserklärung die gegenseitige Belieferung mit nachhaltigem Ammoniak und an-deren Wasserstoffderivaten sowie die für den Wasserstoffhochlauf strategisch bedeutsame Ausweitung der Einfuhr durch Bereitstellung von Importkapazitäten verankert. Uniper wird u.a. voraussichtlich ab 2028 jährlich bis zu 500.000 Tonnen nachhaltiges Ammoniak aus indischer Produktion beziehen, das als Renewable Fuel of Non-Biological Origin (RFNBO) zertifiziert wird. Das Projekt gilt als eines der ersten großskaligen Lieferabkommen für erneuerbares Ammoniak zwischen Indien und Europa. Für den Aufbau einer industriellen Wasserstoff-Importinfrastruktur plant Uniper den Bau von Ammoniak-Crackern in Brunsbüttel und Wilhelmshaven, mit einer Gesamtkapazität von bis zu 7.200 Tonnen pro Tag.

//

Über SKW Piesteritz

Die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH (SKW Piesteritz) ist ein Tochterunternehmen der AGROFERT, a.s., Prag. Ihr Produktportfolio umfasst Erzeugnisse der Industrie- und Agrochemie. SKW Piesteritz ist größter Ammo-niak- und Harnstoffproduzenten Deutschlands und ein bedeutender Hersteller von AdBlue®. SKW Piesteritz besitzt eine leistungsfähige Industrie- und Anwendungsforschung, ist Gründungsmitglied des Agrochemischen Instituts Piesteritz, einem An-Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und besitzt hierüber Zugang zu anwen-dungsorientierter Grundlagenforschung. SKW Piesteritz beschäftigt ca. 980 Mitarbeiter und erzielte 2024 einen Umsatz von rund 747 Mio. EUR. Weitere Informationen unter www.skwp.de.

//

Über AGROFERT, a.s.

AGROFERT, a.s. ist ein tschechischer Konzern mit Unternehmungen in den Bereichen Grundstoffindustrie, Chemie, erneuerbare Energien, Land- und Forstwirtschaft, Agrarhandel, Lebensmittelherstellung und Medien. In Deutschland besitzt AGROFERT, a.s diverse Tochtergesellschaften wie z. B. SKW Piesteritz oder den Brot- und Backwarenhersteller Lieken. Der Umsatz der AGROFERT Group belief sich 2024 auf rund 211,7 Mrd. CZK erwirtschaftet von rund 29.000 Mitarbeitern. Weitere Informationen unter www.agrofert.cz.