Technische Ausrüstung und Musterlösungen

 

Tipps zu Lagerung, Behältern und Wartung.

Die Lagerbehälter müssen korrosionsbeständig sein. Bei der statischen Auslegung ist die Dichte der Flüssigdünger von 1,28 g/cm3 zu berücksichtigen. Für unsere Produkte PIASAN® und ALZON® flüssig eignen sich prinzipiell Behälter aus Edelstahl, Aluminium, Kunststoff, Stahlbeton oder auch C-Stahl. Jeder Tank muss mit einer gut sichtbaren örtlichen Standmessung, einer Überfüllsicherung mit Bauartzulassung und falls erforderlich mit einem Anfahrschutz ausgestattet sein. Kunststofftanks sind im Volumen begrenzt und eignen sich vor allem für kleinere Anlagen. Stahlbetonbehälter müssen von innen mit Folie oder Gummi ausgekleidet werden, wobei grundsätzlich durch einen Prüfbescheid mit Prüfzeichen nachgewiesen sein muss, dass das Material AHL-verträglich ist. Auch für C-Stahl-Behälter empfiehlt sich eine derartige Innenverkleidung oder ein entsprechender Schutzanstrich. Andernfalls kann es im Laufe der Betriebszeit zu einer Beeinträchtigung der Inhibitorwirkung durch Sedimentationen und Ablagerungen ungelöster Verunreinigungen kommen, besonders im Bodenbereich und bei den Schweißnähten. Deshalb sollten zumindest der Boden und die unteren Teile der Seitenwände mit Teerepoxidharz beschichtet werden. Bei dieser Lösung empfehlen wir die Inspektion des Tanks mindestens im Zweijahresrhythmus. Flüssigdünger der SKW Piesteritz enthalten einen Korrosionsinhibitor zum Schutz von C-Stahl-Behältern. Dies ist nicht grundsätzlich bei AHL der Fall. AHL ohne diesen Zusatz wirkt äußerst korrosiv auf C-Stahl und kann Ihre Anlage schwer beschädigen. Außerdem sollte AHL mit verschiedenen Inhibitoren nie vermischt werden. Die Wirkung der Inhibitoren kann dadurch nahezu vollständig verloren gehen. Bei gebrauchten Tanks und Anlagen sollten Sie besonders gründlich prüfen, ob alle Kriterien ausreichend erfüllt sind, vor allem die statischen Anforderungen. Holen Sie sich im Zweifel Rat von einer Fachfirma oder wenden Sie sich an uns. Auch wir helfen Ihnen gern.

Lagerung und Umschlag von PIASAN® 28. Musterbeispiel 1 mit einwandigem
Behälter.

1   Lagerbehälter mit einsehbarem Boden 
2   Auffangtasse mit Pumpensumpf
3   Überfüllsicherung mit akustischem Alarm
4   Tankfahrzeug
5   Pumpe mit Gleitringdichtung
5a Schlauchkupplung Typ Kamlok
6   Befüll-Leitung (Fahrzeug)
7   Befüll-Leitung (Lagerbehälter)
8   Entfüllung
9   Typenschild Behälter
10 Standmessung
11 Streifenfundament
12 einsehbarer Bodenbereich

Lagerung und Umschlag von PIASAN® 28. Musterbeispiel 2 mit doppelwandigem Behälter.

1   Lagerbehälter (dicht, standsicher, medienbeständig)
2   Auffangtasse mit Pumpensumpf
3   Überfüllsicherung mit akustischem Alarm
4   Tankfahrzeug
5   Pumpe mit Gleitringdichtung
5a Schlauchkupplung Typ Kamlok
6   Befüll-Leitung (Fahrzeug)
7   Befüll-Leitung (Lagerbehälter)
8   Entlüftung
9   Typenschild Behälter
10  Standmessung
11  Leckwarnsystem
12  Innenauskleidung als Doppelwand (z. B. Folie)

 

Empfehlungen zur Pumpe, zu den Armaturen und den Rohrleitungen.

Verwenden Sie eine Pumpe aus Edelstahl oder Kunststoff mit Gleitringdichtung oder Magnetkupplung. Eine Chemiekreiselpumpe mit Stopfbuchsabdichtung kommt wegen der stofflichen Eigenschaften von Flüssigdüngern nicht in Frage. Auch die Armaturen und Rohrleitungen sollten möglichst aus Edelstahl oder Kunststoff sein. Bei C-Stahl ist darauf zu achten, dass die Passivierung der Metalloberfläche nicht durch Feststoffablagerungen verhindert wird. C-Stahl-Rohrleitungen müssen in abgestelltem Zustand mit inhibierter AHL wie PIASAN®- oder ALZON® flüssig-Lösung gefüllt bleiben. Leer stehende Leitungen sollten nie mit Wasser gespült werden. Wir empfehlen die Wandstärken von C-Stahl-Leitungen mindestens alle zwei Jahre zu kontrollieren.